ADHS - Kempten
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Die Prävalenzangaben unterliegen einer großen Schwankungsbreite, nicht nur weil die Symptomatik zeit- und kulturabhängig ist, sondern auch weil das gewählte diagnostische Inventar, Komorbidität, Informationsquellen und die untersuchte Population ansich Einfluss auf die "gemessene" Häufigkeit haben.

Es werden international Prävalenzraten von ca. 9,2% für Jungen und ca. 2,9% für Mädchen berichtet.

In Deutschland werden Prävalenzraten von ca. 5-6% der Kinder angegeben.

2006 wurde in Deutschland eine umfangreiche Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KIGGS, 2006) durchgeführt.  Bei 14.836 Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren wurden die Prävalenzdaten zu ADHS erhoben.  Je nach Altersgruppe lag die Prävalenz bei bis zu 2,9% der Vorschulkinder und bis zu 7,9% bei Jugendlichen. Dabei wird die Diagnose bei Jungen zwei- bis viermal häufiger vergeben als bei Mädchen (Schlack et.al.2007).

In der KIGGS - Studie 2006 wurde die bisherigen Daten der Häufigkeit von ADHS bestätigt.

Für den Übergang in das Erwachsenenalter belegen Studien, dass die im Kindesalter diagnostizierten ADHS - Symptome in 40–60 % der Fälle weiterhin vorliegen. Daraus ergeben Prävalenzraten von ca. 1–4% (Philipsen et al., 2008; Sobanski et al., 2008; Spencer et al.2007).

Während im Kindes- und Jugendalter Geschlechtseffekte vorliegen, sind diese im Erwachsenenalter nicht in dieser ausgeprägten Form festzustellen (Biedermann et al.2004).

weiterführende Literatur dazu:

Entwicklungspsychopathologie der ADHS (Sören Schmidt, Franz Petermann)
Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation, Universität Bremen
Zeitschrift für Psychiatrie,Psychologie und Psychotherapie, 56 (4), 2008, 265-274